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HANDSCHMERZ
Finden Sie Ihre Schmerzdiagnose selbst
Motorisch
(= die Muskelkraft, Muskeltätigkeit betreffend)
und sensibel
(= die Empfindung betreffend)
wird die (ganze) Ha nd aus dem
Plexus brachialis
(=
Hauptnervengeflecht des Armes)
versorgt. Dies erklärt, warum bei den folgenden, unterschiedlichen
Schmerzursachen eine kontinuierliche
Nervenblockade mit eingepflanztem Katheter (*siehe unten) sehr
hilfreich ist.
Abgesehen von
harmlosen Prellungen oder Verstauchungen kann ein Handschmerz viele
Ursachen haben.
Mögliche Ursachen für einen spezifischen Handschmerz (also nur im
Bereich einer Ha
nd oder auch beider Hän
de auftretend) sind:
-
Sehnenerkrankung
en
Die häufigste Ursache für eine
Sehnenscheidenentzündung sind mechanische
Überlastungen, so. z.B. übermäßige Arbeiten am Computer. Diese
Überlastung kann zu winzigen Verletzungen (Mikrotraumen) führen.
Die darauf folgende Reaktion ist eine lokale En tzündung. Bakterielle
Infektionen als Ursache sind selten. Mehr über diese Erkrankung
einschließlich Behandlung erfahren Sie hier:
http://www.gsehnenscheidenentzuendung.eu
(einfach
anklicken).
Auch die Verengung von
Sehnenscheide
n kann zu einem Handschmerz
führen. Die Therapie besteht in einer operativen Spaltung.
-
Morbus Sudeck (Komplexes
regionales Schmerzsyndrom bzw.
CRPS Typ I)
im Ha
ndbereich
Dabei handelt es sich um reaktive, neurovaskulär
(= Nerven- und
Gefäßsystem betreffend)
bedingte, in 3 Stadien ablaufende
Weichteil-
und
Knochen
veränderungen rumpfferner
Gliedmaßen
abschnitte als Verletzungsfolge (v.a. nach Knochenbrüchen), aber auch
nach
Entzündungen
oder
Nervenschädigungen, einhergehend mit einem heftigen
Handschmerz.
Mehr über diese Erkrankung einschließlich Behandlung erfahren
Sie hier: http://www.morbus-sudeck.de
(einfach
anklicken).
- Nach
Amputationen
kann ein Handschmerz als
Stumpfschmerz auftreten. Auch nach einer
Armamputation
kann ein isolierter Handschmerz auftreten, man
spricht dann von einem
Phantomschmerz.
Mehr über
Stumpf- und
Phantomschmerzen einschließlich deren Behandlung
erfahren Sie hier:
http://www.amputationsschmerzen.de
(einfach
anklicken).
- Die
Cheiralgia
paraesthetica, teilweise auch
Chiralgia
paraesthetica genannt, äußert sich in
Daumenschmerzen und
Parästhesien
(=
Mißempfindungen) an
der lateralen
(= äußeren)
Daumen
seite und am daumenseitigen Ha ndrücken, bedingt
durch Kompression des Nervus digitalis dorsalis. Es handelt sich
also um ein
Engpaßsyndrom,
meist infolge einer mechanischen Irritation des Nervs z.B. durch
ein (zu enges) Uhrarmband. Mehr über diese Erkrankung
einschließlich Behandlung erfahren Sie hier:
http://www.schmerzklinik.com/cheiralgia-paraesthetica
(einfach
anklicken).
- Seltener führt die
Dupuytren´sche Kontraktur zu einem Handschmerz.
Dabei handelt es sich um eine gutartige knotige und
strangförmige Fibromatose
(=
Bindegewebswucherung)
der Ha nd, die zu einer
Streckhemmung und gelegentlich zu einer Adduktionkontraktur
(= zusammengezogene, unwillkürliche Dauerverkürzung)
der
Finger.
Im fortgeschrittenen Stadium kann eine Operation durchgeführt
werden.
- Selten:
Knochenentzündungen (Ostitis)
oder
Knochenhautentzündungen (Periostitis)
im Han
dbereich.
Erkrankungen, bei denen neben
anderen Symptomen
(=
Krankheitszeichen) auch ein
Handschmerz auftritt oder auftreten kann:
- Relativ häufig führen
Affektionen
(=
Störungen/Erkrankungen)
des
Handgelenk
s können zu einem Handschmerz.
Mehr darüber erfahren Sie hier:
http://www.handgelenkschmerzen.de
(einfach
anklicken).
- Die
Polyneuropathie ist eine Krankheit des sog.
peripheren
(= außerhalb
von Hirn und Rückenmark)
Nervensystems und betrifft sowohl sensible (= der Empfindung dienende)
als auch motorische
(= die
Muskeltätigkeit regelnde)
Ner ven. Die ersten Symptome
(=
Krankheitszeichen)
sind Missempfindungen wie Kribbeln, Brennen oder unangenehme
Temperaturempfindungen. Im weiteren Verlauf treten
Sensibilitätsstörungen
(= z.B. herabgesetzte Wahrnehmung von Berührungen, vermindertes
Vibrationsempfinden)
und
Schmerz en (hpts. in
Füßen,
Unterschenkel,
Hän
den) hinzu.
Mehr über dieses Krankheitsbild einschließlich Behandlung
erfahren Sie hier:
http://www.polyneuropathie.net
(einfach
anklicken).
- Beim
Morbus Raynaud
liegen im weitesten Sinne akrale (= das äußere Ende betreffenden)
Durchblutungsstörungen der
Hän de oder
Fü ße vor
(akrales
Ischämiesyndrom), im engeren Sinne handelt es sich um
funktionelle Durchblutungsstörungen (vasospastisches
Syndrom oder
Ischämiesyndrom). Das vasospast
ische
(= die krankhafte Verengung von Schlagadern betreffendes)
Synd rom entsteht durch eine
überschießende, funktionelle Gefäßverengung durch muskuläre
Kontraktion
(= Verengung,
Zusammenziehen) der
Tunica media
(= mittlere Muskelwandschicht einer Schlagader),
insbesondere an Fin ger- und
Zehen arterien. Besonders
bei Kälteexposition kommt es zu
Schmerz en in den Hän
den, z.T. aber auch in den Fü
ßen.
Mehr über diese Krankheit
einschließlich Behandlung erfahren Sie hier:
http://www.raynaud-syndrom.com
(einfach
anklicken).
- Beim
Karpaltunnel-Syndrom handelt es sich um ein
Kompressionssyndrom
(=
Krankheitszeichen bei zu starker Einengung)
des Nervus medianus in diesem
Kanal infolge einer mechanischen Reizung. Dabei klagen die
Patienten über
Brennschmerzen
in der (mittleren)
Ha
nd
und des angrenzenden Unterarmes, vor allem bei Dorsalflexion
(= Überstreckung der
Han
d). Der
Schmerz
kann bis zur
Schulter
ausstrahlen.
Je nach Ausmaß der Störung treten Hyp- und
Parästhesien
(=
herabgesetzte Empfindung und Mißempfindungen),
Kältegefühl und Hyperhidrose
(= übermäßige Schweißbildung),
später auch Atrophie
(= Gewebsschwund) der
Daumenballen
muskulatur
(Abduktor-Opponens-Atrophie)
hinzu.
Mehr über diese
Schmerzerkrankung einschließlich
Schmerzbehandlung erfahren Sie hier:
http://www.karpal-tunnel-syndrom.de
(einfach anklicken).
- Beim klassischen
Schulter-Ha
nd-Syndrom liegt die Kombination einer
Sudeck
Erkrankung
der Ha nd mit einer
Periarthritis
humeroscapularis vor. Typischerweise besteht
ein
Ruheschmerz
im Bereich des Armes mit Schmerzverstärkung bei
Belastung. Manchmal treten begleitend vegetative
Krankheitszeichen wie Kälte, Zyanose
(= bläuliche
Verfärbung der Haut)
oder Schwitzen auf.
Mehr über diese
Schmerzkrankheit einschließlich
Schmerzbehandlung erfahren Sie
hier
(einfach anklicken).
- Bei der
Erythromelalgie (auch als
Erythralgie,
Erythermalgie,
Erythrozyanose
oder
Erythrothermalgie bezeichnet) liegt eine
Hauterkrankung mit
Durchblutungsstörung vor.
Diese Störung beruht aber nicht auf Blutmangel sondern auf einer
überschießenden Durchblutung. Die
Krankheit
ist gekennzeichnet durch brennende, schmerzhafte Sensationen im
Bereich der
Füße,
(seltener) aber auch der Hä
nde. Wärme verstärkt die Beschwerden. Die
Schmerz
bereiche sind häufig gerötet
(deshalb der Begriff "erythro" in der Krankheitsbezeichnung),
teilweise aber auch zyanotisch
(= bläulich
verfärbt), was dann
zu einer Verwechslung mit der
Raynaud
Krankheit führen kann. Manchmal treten
auch Schwellungen bzw. Ödeme
(= krankhafte
Flüssigkeitsansammlungen)
auf. Mehr darüber erfahren Sie hier:
http://www.erythromelalgie.de
(einfach
anklicken).
- Schließlich kann auch eine
Arthritis
oder
Arthrose (Heberdenarthrose,
Bouchardarthrose) der Finger
gelenke
zu einem Handschmerz führen.
Zur Behandlung eines Handschmerz
es hat sich die
kontinuierliche Blockade des Plexus brachialis*
(= Armnervengeflecht)
sehr bewährt.
Da der Pl exus brachial
is reich an vegetativen
(= das unwillkürliche Nervensystem betreffenden)
Nervenfasern ist, tritt neben der nozizeptiven
(= die
Schmerzreizleitung betreffenden)
Hemmung auch eine ausreichende sympathikolytische
(= gefäßerweiternde) Wirkung ein.
Bei herabgesetzter
Lokalanästhetika-Konzentration
(z.B. 10 bis 15 ml Bupivacain, 0,1 bis 0,15%) bleibt die Motorik
(=
Muskelkraft) erhalten, so
daß begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen für die Hän de möglich sind (bei der Ra
ynaud-Kran
kheit trainingshalber auch
mit Kälteexposition).
Die Methode kann zeitgleich beiderseits durchgeführt werden, aus
Sicherheitsgründen sollte bei repetitiver Applikation
(= wiederholter Einzelverabreichung)
diese alternierend
(= im Wechsel) erfolgen.
Eine weitere Therapiemöglichkeit ist die
Blockade
(=Betäubung)
des
Ganglion stellatum
(= eine
vegetative Schaltstelle im seitlichen Halsbereich)
in gehäufter Abfolge, optimal in kontinuierlicher Form mit Katheter*.
* Bei der sog.
kontinuierlichen Blockade mit Katheter wird ein dünner
Kunststoffschlauch dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen Ner ven eingepflanzt. Die
Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es
muß also nicht "aufgeschnitten" werden. In der Folge wird über
diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der
vorangegangenen Dosis, das
Lokalanästhetikum
(=
örtliches
Betäubungsmittel)
völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur
Verabreichung des örtlichen
Betäubungsmittel
durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen
werden. Dass die schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die
eigentliche Behandlungszeit hinaus anhält, ist u.a. darauf
zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehandlung auch die sog.
vegetativen
Nerven
betroffen sind, woraus, wie oben schon ausgeführt, eine sehr
deutliche Durchblutungssteigerung resultiert. Dies ist der Grund,
warum diese Behandlungsmethode besonders bei Schmerzen, die auf eine
verminderte Blutversorgung, auf entzündliche oder auch degenerative
Prozesse zurückzuführen sind, sehr hilfreich ist, denn eine gute
Durchblutung wirkt entzündlichen und degenerativen Schmerzursachen
kausal (=
ursächlich) entgegen.
Die
invasiven
(= in den Körper eindringenden)
Therapiemethoden der
speziellen
Schmerztherapie setzen
eine sehr gründliche fachärztliche Ausbildung voraus, weshalb sie nur in wenigen
therapeutischen Einrichtungen angeboten werden können. Insbesondere sind die
kontinuierlichen Blockaden mittels eingepflanztem Katheter in Deutschland nur in
ganz wenigen
Schmerzzentren
(Schmerzkliniken)
durchführbar, so z.B. in Bad Mergen
theim.
Die Methoden der modernen
Schmerztherapie
bieten auch optimale Voraussetzungen für eine
Anschlußheilbehandlung
(AHB)
bzw.
Anschlußrehabilitation.
Mehr darüber erfahren Sie hier:
http://www.anschlussheilbehandlung.eu
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Was bringt die Gesundheitsreform für Schmerzpatienten ? Hier eine
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Aktualisiert: >06.09.2007</>
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